Geschichte

Die Geschichte des Olivenbaums beginnt vor circa 7.000 Jahren.

Über das Mittelmeer brachten phönizische Händler die ersten Olivenbäume nach Europa. Von Griechenland aus reisten sie schließlich weiter in die Länder Südeuropas wie Italien, Frankreich, Spanien und Portugal.

Aber es waren die Griechen, denen es als erstes Volk gelang den Olivenbaum im Mittelmeerraum zu kultivieren. Und schon das alte, antike Athen galt als einer der wichtigsten Orte für die Produktion von Olivenöl rund ums Mittelmeer.

In der Zeit zwischen dem 7. und 3. Jahrhundert vor Christus untersuchten und studierten verschiedene griechische Gelehrte, Philosophen, Historiker und Physiker das “Wundermittel” Olivenöl. Sie fanden viel über die Ernährungseigenschaften heraus und erkannten die medizinische Wirkung. Außerdem erforschten sie die Botanik des Olivenbaums.

Die Bedeutung der Olive zu dieser Zeit in allen gesellschaftlichen Bereichen ist nicht zu unterschätzen – wirtschaftlich, sozial und religiös.

Auch während der byzantinisches Herrschaft wuchs die Olivenölprodukton immer weiter und so wurde das Reich schnell zum größten Exporteur der Welt. In dieser Epoche spielten auch Olivenbäume und Olivenöl eine wichtige Rolle in den Ritualen der Christlich Orthodoxen Kirche.

Über all die lange Zeit des Olivenbaums wurde dieser zu einem Symbol für Frieden, Weisheit, Fruchtbarkeit, Wachstum und Ruhm.

Es ist also kein Wunder, dass man einem Baum der ernährt, stützt, färbt, heilt und inspiriert eine göttliche Kraft nachsagt.

MYTHOLOGIE

GAEA

In der griechischen Mythologie galt Gaea die Personifikation der Erde.

Gaea war die Mutter allen Ursprungs, die Mutter aller griechischen Götter, Erschafferin der Erde und des Universums.

DER OLIVENBAUM

In der griechischen Mythologie gilt Athen als das Mutterland des Olivenbaums. Die Göttin Athena pflanzte den ersten Olivenbaum auf der Akropolis.

Einst buhlten Athena und Poseidon um die Gunst der selben Stadt. Sie entschieden, dass derjenige die Kontrolle über die Stadt bekommen sollte, der den Menschen das wertvollste Geschenk machte.

Daraufhin schlug Poseidon mit seinem Dreizack ein Loch in den Felsen der Akropolis und erschuf eine Quelle. Die Bürger der Stadt waren sehr vom Geschenk angetan, doch bemerkten sie bald, dass das Wasser der Quelle fast so salzig wie Meerwasser war.

Athena wiederum schenkte den Menschen einen Olivenbaum, der die Stadt von diesem Moment an mit Nahrung, Öl, Holz und Licht versorgte. Die Menschen waren dankbar und machten Athena zur Beschützerin ihrer Stadt, die heute noch ihren Namen trägt: Athen.

HERKULES

Die riesige, hölzerne Keule des Herkules war aus dem Holz eines Agrielia Olivenbaums. Nachdem Herkules seine 12 Aufgaben vollbracht hatte pflanzte er aus Dankbarkeit einen Olivenbaum. Die Kränze, die den Gewinnern bei den antiken Olympischen Spielen verliehen wurden, wurden laut der Sage aus Zweigen genau dieses jenen Olivenbaums des Herkules geflochten.

 

Tradition

Die Geschichte hindurch ist das Olivenöl untrennbar mit der Tradition Griechenlands verbunden.

So schmierten sich die antiken Griechen als Teil der täglichen Körperpflege ihre Haare und ihren Körper mit Olivenöl ein. Auch nutzten sie Olivenöl um Wunden zu heilen und Krankheiten zu kurieren. 

Hippocrates, der Vater der modernen Medizin, nannte Olivenöl “der große Heiler”. In seinem berühmten Eid werden mehr als 60 auf Olivenöl basierende Behandlungen erwähnt.

In der Griechisch Othodoxen Kirche wird Olivenöl bei allen wichtigen Ritualen eingesetzt wie z.B. Taufe, Hochzeiten und Beerdigungen, etc.

Auch wird Olivenöl dazu verwendet die Kantili-Öllampen in Kirchen und Häusern zu erleuchten. Dieser Brauch soll Glück bringen.

In ländlichen Regionen Griechenlands wird bei der Geburt eines Kindes traditionell ein Olivenbaum für das Neugeborene gepflanzt. Wenn das Kind schließlich in die Grundschule kommt können bereits die ersten Oliven von diesem Bäumchen geerntet werden. Dieser Baum wächst nun gemeinsam mit dem Kind und seiner Familie und wird viele Generationen überdauern. So dient er stets als eine schöne Erinnerung an das Leben.